Krabbenhaltung: Das Aquarium unbe­dingt sicher abde­cken

Krabben, aber auch Krebse klet­tern schon mal aus ihrem Aquarium, wobei Krabben und viele Krebse nur einen klei­nen Wasserteil mit grö­ße­rem Landteil benö­ti­gen. Aber auch einige Fische sprin­gen gern aus dem Becken her­aus. Sprunghafte Fische sind am Trockenen schnell ver­stor­ben wobei es bei Krabben und Krebsen ein wirk­li­ches Problem wer­den kann, diese wie­der ein­zu­fan­gen. Deswegen sollte bei klet­ter­ak­ti­ven und sprung­haf­ten Beckenbewohnern unbe­dingt auf einen sicher schlie­ßen­den Deckel geach­tet wer­den, der natür­lich auch immer sicher geschlos­sen wer­den muss. Bei Fischen sollte es rei­chen, wenn der Deckel schließt aber bei Krabben und auch Krebsen reicht die­ses häu­fig nicht mehr. Sie drü­cken den anlie­gen­den Deckel ein­fach auf und ent­kom­men den­noch. Es liegt hier­bei in der Natur der Tiere, ihren Lebensraum erkun­den zu wol­len, sie wer­den in jedem Fall ver­su­chen, das Becken zu ver­las­sen. Somit wäre bei Krabben und vie­len Krebsen sehr dar­auf zu ach­ten, dass sich der Deckel nicht ein­fach öff­nen lässt.

Viele Aquariendeckel tau­gen wenig

Wenn es darum geht, klet­ternde Krabben und Krebse im Becken zu hal­ten, tau­gen viele Aquariendeckel wenig. In Foren taucht immer wie­der die Frage auf, wie man die Futterluken usw. sichert. Einige stel­len Gewichte dar­auf, andere kle­ben nach dem Öffnen alles mit Klebeband fest. Das sieht dem­entspre­chend schä­big aus und ist keine gute Lösung. Dabei wäre die Lösung ganz ein­fach: Es muss einen fes­ten Teil und die zu öff­nen­den Klappen geben und diese kön­nen jeweils zwei Schlaufen haben. Beim Schließen legen diese sich ver­setzt inein­an­der und man schiebt ein­fach einen Riegel durch die Schlaufen. Diese lai­en­hafte Darstellung lässt sich bes­ser damit erklä­ren, dass es sein müsste, wie für ein Vorhängeschloss, wel­ches eine Kellertür ver­schlie­ßen soll. Die ver­schlos­sene Tür legt ein Metallteil über eine Metallschlaufe am Türrahmen und durch diese Schlaufe wird das Vorhängeschloss gelegt und alles ist ver­schlos­sen.

Bei die­sem Lösungsansatz wäre für grö­ßere Deckel oder Futterluken ent­schei­dend, dass der an einer Stelle ver­schlos­sene Deckel nicht an ande­rer Stelle hoch gedrückt wer­den kann. Wäre die­ses der Fall, wäre alle Mühe wie­der­rum ver­ge­bens.

Bestehende Aquariendeckel umrüs­ten

Natürlich wird ein umge­rüs­te­ter Aquariendeckel eben­falls schä­big aus­se­hen, es wäre jedoch mög­lich solange eben ein fes­tes Kunststoffelement und die Kunststoffdeckel vor­han­den wären. Man kann sozu­sa­gen Scharniere und Ösen mit Heißkleber aus einer Heißkleberpistole fixie­ren. Solange der Kunststoff sau­ber und tro­cken war, sollte der Heißkleber hal­ten. Die Kunststoffteile kön­nen auch vor­sich­tig durch­bohrt wer­den, um mit Schrauben und Muttern Scharniere und Ösen anzu­brin­gen. Es sollte vorab im Baumarkt geschaut wer­den, dass die Metallteile nicht ros­ten wer­den und nicht zu groß und wuch­tig wer­den, damit es nicht zu schmud­de­lig wir­ken wird. Theoretisch kann der Metallstift zum ver­rie­geln noch an einer Metallkette am Becken befes­tigt wer­den, damit er nie ver­lo­ren geht. Hier würde sich ein ein­fa­cher Stahlnagel bereits eig­nen. Die meis­ten Aquariendeckel sind schwarz. Bevor alles ver­baut ist, kann natür­lich alles noch mit schwar­zem Metalllack gestri­chen wer­den. Die Farbe muss sehr dünn auf­ge­tra­gen wer­den und die Teile dür­fen nicht ver­zinkt sein. Gewinde usw. dür­fen nicht gestri­chen wer­den.

Da bei Metallteilen und Lacken nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann, dass diese gif­tige Stoffe ent­hal­ten, dür­fen diese nicht in das Wasser ragen. Natürlich darf auch der Heißkleber kei­nen Kontakt zum Wasser haben. Bei den meis­ten Baumarkt- Baustoffen lässt sich nicht aus­schlie­ßen, dass diese Giftstoffe an das Wasser abge­ben kön­nen. Wer zum Wasser hin Edelstahl ver­wen­det, sollte weni­ger zu befürch­ten haben. Nach geta­ner Arbeit ist natür­lich zu prü­fen, ob der geschlos­sene und gesi­cherte Deckel sich nicht doch an einer Stelle noch auf­drü­cken lässt. Dann müsste man an die­ser Ecke nach­bes­sern. In der Regel lässt sich jedoch alles vorab pla­nen und prü­fen, damit es nach akku­ra­ter Arbeit auch sicher ist.

Selbst wenn der ganze Deckel abge­nom­men wer­den soll, kann es einen auf­lie­gen­den Rahmen auf dem Aquarium geben, mit dem der Deckel wie­derum fixiert wer­den könnte. Für begabte Bastler ist dem­nach alles mög­lich aber es gilt in jedem Fall immer fol­gende Frage: Sind die Baustoffe bei Wasserkontakt unbe­denk­lich oder wer­den sie sicher ohne Wasserkontakt ver­baut?