Mbuna Buntbarsche, die lebhaften aus Afrika

Schmalbarsch

Die faszinierende Welt der Aquarium Buntbarsche: Erfahren Sie mehr über diese bunte und vielfältige Fischart!

Mbuna ist der Oberbegriff für mehrere Gattungen von Buntbarschen (Cichlidae), die im Malawisee (Ostafrika) endemisch leben, also nur dort vorkommen. Mbunas sind Felsbewohner, die in den Uferregionen des Malawisees im Felslitoral heimisch sind. Die einheimischen Fischer haben den Namen geprägt, der weltweit von Aquarianern übernommen wurde. Alle nicht an das Felsbiotop gebundenen Gattungen werden als Utaka bezeichnet.

Verhalten

Typischer Mbuna der Schmalbarsch

Die Gattungen der Mbuna sind recht aggressiver Natur, es gibt natürlich einige Ausnahmen. Die Männchen bilden meist Reviere, um die sie nicht selten bis zum Tod kämpfen. Auch die Weibchen mancher Gattungen besetzen kleine Reviere, meist nur einfache Höhlen, die sie bewohnen. In der Literatur werden diese Kleinreviere oft als Futterreviere bezeichnet.

Fortpflanzung

Die Tiere sind Maulbrüter. Das Weibchen nimmt nach der Eiablage die Eier ins Maul und brütet sie dort aus. Das Männchen beteiligt sich nicht an der Brutpflege (Mutterfamilie).

Das Mbuna- oder Malawi-Becken

Für ein Mbuna- oder Malawi-Becken ist ein Aquarium mit mindestens 300 l, besser jedoch mehr, Wasser Voraussetzung, um eine „artgerechte“ Pflege zu ermöglichen. Das Aquarium muss eine Temperatur zwischen 21 °C und 26 °C haben, wobei die Fische bei den höheren Werten ungleich lebhafter sind, jedoch auch mehr fressen und somit das Wasser stärker belasten. 

Die Größe des Aquariums für die Haltung von Afrikanischen Buntbarschen hängt natürlich von der Art und der Anzahl der Fische ab. Im Allgemeinen wird empfohlen, ein Aquarium mit einem Fassungsvermögen-Untergrenze von mindestens 200 Litern einzurichten, um genügend Platz für Bewegung und Territorialverhalten zu bieten. Größere Arten oder größere Gruppen von Buntbarschen benötigen ein noch größeres Aquarium, um ein gesundes und harmonisches Umfeld zu gewährleisten. Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse der Fische zu berücksichtigen und sich über die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Art zu informieren.
Für ein Mbuna Aquarium sind – für Süßwasser – recht starke Strömungen (Strömungspumpe) notwendig um den hohen Sauerstoffbedarf zu decken. Man sollte mindestens das 2-3 fache des Beckenvolumen in einer Stunde umwälzen, aber auch das 10-15 fache muss nicht zu viel sein. Für die Filterung sind leistungsfähige Filter notwendig, die die Wasserbelastungen im erträglichen Maße halten. Moderne Filtermaterialien sind neben einem wöchentlichen Wasserwechsel von mindestens 50 % die wichtigsten Stabilisatoren. Man beachte, dass das Wasser im leicht alkalischen Bereich liegen muss (pH-Wert ca. 7,5-9). 

Besser Steine als Pflanzen

Buntbarsche im Malawisee

Ein Mbunabecken wird hauptsächlich mit Felsen bestückt (keine scharfkantigen Steine) und wird deshalb auch als Felsenbecken bezeichnet. Nur wenige Pflanzen haben eine Chance, den Fressversuchen der Fische zu widerstehen. Bewährt haben sich folgende Pflanzen: Cryptocoryne aponogetifolia, Cryptocoryne affinis oder die Vielzahl der afrikanischen Speerblätter wie das Zwerg-Speerblatt und der Java-Farn. Es handelt sich dabei allerdings um Pflanzen, die im natürlichen Biotop der Mbuna nicht vorkommen. Im Malawisee gibt es neben dem Algenbewuchs der Felsen nur Vallisneria- und Potamogeton-Bestände auf den Sandflächen.

Die Vergesellschaftung der Mbunas untereinander ist nicht immer unkompliziert. Es wird im Aquarium oft ein Überbesatz gepflegt, da so die Stresskonzentration auf einzelne Fische nicht ganz so hoch ist. Des Weiteren sollte vermieden werden, Mbuna Männchen mit ähnlicher Zeichnung zusammen zu pflegen, da es ansonsten häufig zu heftigen Kämpfen mit tödlichem Ausgang kommt und es eine sehr hohe Gefahr der Bastardisierung gibt. Das Verhältnis von Männchen zu Weibchen sollte mindestens 1:3-5 oder 3:7 sein.

Gattungen

  • Cyathochromis
  • Cynotilapia
  • Genyochromis
  • Gephyrochromis
  • Iodotropheus
  • Labeotropheus
  • Labidochromis
  • Maylandia
  • Melanochromis
  • Petrotilapia
  • Pseudotropheus

Besonders die farbenprächtigen Vertreter sind beliebte Aquarienfische.


Fotos: Schmalbarsch –Factumquintus, -Buntbarsche –Magnus Manske  
Der Artikel wurde erstellt und bearbeitet unter Benutzung von Wikipedia
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